Durch meine künstlerische Arbeit versuche ich komplexe Zusammenhänge wortwörtlich zu begreifen. Das passiert inbesonders dadurch, den jeweiligen Materialien zu dem zu verhelfen, was sie einst waren oder vielleicht sein möchten
In seinen Arbeiten setzt sich Jens Rausch mit natürlichen Kreisläufen und Zyklen auseinander: Im malerisch-künstlichen Prozess kommen dabei Materialitäten wie Asche, Bitumen, Eisenoxid, Feuer und Ruß zum Einsatz. Also jene Materialien, die ihrerseits bereits aus Transformationsprozessen stammen bzw. diese auslösen.
Der Moment des Zufalls spielt dabei eine wichtige Rolle: ausgelöste und teils noch weiterarbeitende Prozessabläufe, die sich nur bedingt steuern und kontrollieren lassen, nutzt Jens Rausch für seinen künstlerischen Prozess derart, dass er hier in einen materiellen-künstlerischen Dialog tritt.
Natürliche Prozesse, spezifische Materialeigenschaften und eben jener generierte Zufall, auf den er sich wiederum bezieht, verbinden sich in seinen Werken zu einer komplexen Einheit, die dabei mit dem jeweiligen Bildmotiv korreliert
Foto: Carina Jirsch